Das Moseltal

Das windungsreich verlaufende Tal der Mosel zwischen den Mittelgebirgen Eifel und Hunsrück besitzt mit seinen betriebenen Weinanbau zweifellos die imposanteste Flusslandschaft Deutschlands. Auf mehr als 100 Kilometern Länge hat die Mosel im Verlauf mehrere Millionen Jahre eine ganz eigenwilligen Landschaft geschaffen, der durch seine gewaltigen, von schwarzen Felsen durchsetzten Abhänge oft an ein Hochgebirge erinnert. Klimatisch bildet das Gebiet mit seinen milderen Temperaturen einen beträchtlichen Kontrast zur Umgebung. Begibt man sich von Norden oder Süden in das Tal, taucht man deshalb in eine vollkommen eigene Welt ein.
Bereits die Römer errichteten in der Region zahlreiche Villen, aus denen an einigen Stellen im Mittelalter kleine Weindörfer entstanden. Viele Burgen und Burgruinen auf beiden Höhenzügen beweisen, dass die Mosel auch auf den mittelalterlichen Adel eine große Anziehungskraft ausübte. Das gesamte Tal stellt eine faszinierende, im Verlauf von 2000 Jahren gewachsene Kulturlandschaft dar. Historische Weingüter, alte Adelshöfe, prunkvolle Rathäuser und niedliche Fachwerkhäuser findet man fast überall. Die Mosel gehört zu den besonders gern besuchten Urlaubs- und Reisezielen. Zahlreichen Weindörfer und kleine Städte an den Ufern des größten Rheinnebenflusses sind touristisch besonders gut erschlossen.
Die Mosel lässt sich auf viele Arten erkunden. So kann man Besichtigungstouren mit Ausflugsschiffen unternehmen, auf dem Mosel-Radweg die Sehenswürdigkeiten nacheinander ansteuern oder vom Moselhöhen-Wanderweg das Flusspanorama aus einem ganz anderen Blickwinkel genießen. Wie man die Landschaft und Kultur auch erlebt, ein Besuch an der Mosel bleibt eine unvergessliche Erinnerung.

Das Rheintal

Zwischen Rüdesheim und Bonn fließt der Rhein durch das gewaltige Durchbruchstal des Rheinischen Schiefergebirges. Felsige Höhenzüge ragen links und rechts des Flusslaufs empor und werden als Weinbaugebiet genutzt. Landschaftlich gesehen ist dieser Abschnitt - neben dem Alpenrhein in der Schweiz - der reizvollste Teil des bedeutendsten und größten deutschen Flusses. Schon früher war das Tal als Bauplatz für herrschaftliche Bauwerke interessant. Mehr als 60 Burgen und Schlösser säumen auf einer Strecke von rund 130 km das Ufer. Dank dem Aufkommen der so genannten Rheinromantik im 19. Jahrhundert blieben viele der mittelalterlichen Burganlagen erhalten bzw. wurden wieder aufgebaut. Durch die Einzigartigkeit der Kombination von Natur und Nutzung der Landschaft durch den Menschen wurde ein Teil des Mittelrheintals sogar als "Oberes Mittelrheintal" unter den Schutz der UNESCO gestellt.

Der Hunsrück

Zweifellos besitzt die Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks ein sehr ursprüngliches Aussehen. Größere Industrieansiedlungen fehlen fast vollständig. Fährt man von den touristisch stark erschlossenen Tälern des Rheins und der Mosel in eines der vielen romantischen Seitentäler, findet man oft Naturräume, die sich in den letzten Jahrhunderten kaum verändert haben. Oft besitzen diese Täler sehr steile, und manchmal auch sehr felsige Hänge. Unbedingt wandern sollte man durch die zwei Kilometer lange Ehrbachklamm, die mit ihren Felsen und Wassermühlen eine der schönsten Landschaften des Hunsrücks ist. Ebenso sehenswert sind auch das Baybach-, das Trollbach- und das Lützbachtal.
Auf den Erhebungen im Hunsrück befinden sich fast immer Aussichtstürme und im Winter sorgen Liftanlagen für Abwechslung beim Wintersport. Der höchste Berg ist der Erbeskopf. Er liegt im Schwarzwälder Hochwald und ist 816 Meter hoch. Nicht weit von hier liegt auch Idar-Oberstein. Ihre 1482 erbaute Felsenkirche ist weltbekannt. Daneben ziehen aber auch das Kupferbergwerk Fischbach, die Schiefergrube Herrenberg und die Edelsteinminen am Steinkaulenberg zahlreiche Touristen an.
Wenn der Hunsrück auch relativ dünn besiedelt ist, so besitzt er doch viele Attraktionen, durch die ein Ausflug oder Urlaub besonders erholsam wird.